Baumschlager gewinnt
Castrol Judenburg-Pölstal Rallye souverän
2:31,5
Minuten dahinter Achim Mörtl als N-Sieger, Dritter
wird Mario Saibel. Beppo Harrach wird Erster in Div.III,
Josef Pointinger gewinnt Castrol Historic. Jeffrey
Wiesner holt Suzuki-Wertung, Wollinger ist bei Ford-Trophy
erfolgreich.
Die elfte Auflage
der schon traditionellen Castrol Rallye wechselte
heuer aus organisatorischen Gründen von Kärnten
in die Steiermark und wurde als Castrol Judenburg-Pölstal
Rallye, mit Start und Ziel zum ersten Mal in Judenburg,
ausgetragen. Dieser Wechsel brachte den Teilnehmern
nicht nur neue, attraktive Sonderprüfungsstrecken,
sondern das Zuschauerinteresse stieg auf rund 32.000
Fans. Hier war der absolute Höhepunkt die Stadtsonderprüfung
Judenburg, wo man am Freitag-Abend rund 10.000 Besucher
gezählt hat.
Dementsprechend
positiv konnten der Obmann des Veranstalters MSC Wolfsberg,
Gerhard Leeb und Mitorganisator Uwe Strohmeyer von
moresport Event in Judenburg ihre heurige Bilanz ziehen:
„Der Wechsel hat sich bewährt. Durch die
Mithilfe der Gemeinden und der Tourismusverbände
war es möglich eine würdige Veranstaltung
auf die Beine zu stellen. Die vielen Fans entlang
der Strecke haben großartigen Rallyesport miterleben
können. Die Fahrer und Teams waren mit viel Einsatz
und Engagement, trotz der manchmal sehr widrigen Wetterkapriolen,
bei der Sache. Trotzdem gab es, von einigen Ausritten
abgesehen, keine ernsthaften Unfälle und auch
keine Verletzten. Bei dieser Gelegenheit möchten
wir uns beim Hause Castrol für das Engagement
bedanken und hoffen, dass wir mit der neuen Rallyeregion
auch in den nächsten Jahren eine fixe Plattform
für diese Traditionsveranstaltung gefunden haben.
Die positive Meinung der Aktiven und der Zuschauer
stärkt uns diesbezüglich, in unseren zukünftigen
Bemühungen.“
Sportlich stand
die Castrol Rallye heuer ganz im Zeichen von Raimund
Baumschlager. Der regierende Staatsmeister feierte
einen Start-Zielsieg und war der klar beste Mann im
Feld. Einzig die Gesundheitsprobleme seines Beifahrers
Bernhard Ettel hätten den Rosenauer bremsen können:
„Vorerst möchte ich mich bei Bernhard bedanken,
dass er die Zähne zusammengebissen und durchgehalten
hat. Ich hatte bei der Rallye meines Sponsors viel
Glück bei der Reifenwahl. Was die Technik betrifft
haben wir wieder auf altbewährte Teile zurückgegriffen
und sind diesmal sicher durchgekommen.“
Auf Gesamtrang
Zwei landete Achim Mörtl, der damit auch gleichzeitig
überlegen die Gruppe N gewann: „Für
mich gilt bei dieser Rallye der Satz, Planziel erfüllt.
Es war in der sechsten Rallye der fünfte Gruppe
N-Sieg. Damit bin ich meinem Ziel den Titel einzufahren
ein gewaltiges Stück näher gekommen.“
Dritter Gesamt und Zweiter in der Gruppe N wurde Mario
Saibel: „Für mich war es bisher heuer die
beste Leistung in der Meisterschaft, ich bin mit dem
Resultat rundweg zufrieden.“ Vierter wurde Toto
Wolff mit einem Wellental an Gefühlen: „Einmal
lief es gut mit Bestzeit, dann wieder durch Reifenpech
und verbrannte Bremsen, wesentlich schlechter. Der
gestrige Tag war zum Vergessen, heute war ich von
meiner Leistung mehr angetan.“ Aufsteigend bei
dieser Rallye war die Leistung von Ernst Haneder als
Gesamtfünfter. Der Bäckermeister konnte
sich aus seinem Tief der letzten Monate erfangen:
„Jeder kleine Schritt hilft dabei, ich glaube
jetzt wieder richtig konkurrenzfähig zu sein.“
Durch Gesamtrang Sechs gelang es dem Steirer Gerwald
Grössing auch gleichzeitig die Mitropacupwertung
vor dem Italiener Turolo und dem Tschechen Tosovsky
für sich zu entscheiden: „ Es war eine
schwierige Rallye, wo man auf Grund des Wetters, jederzeit
hätte abfliegen können. Wir haben versucht
so wenig als möglich Fehler zu machen, das hat
sich ausgezahlt.“
Mit einer feinen
Leistung sicherte sich Beppo Harrach als Gesamtachter
den Sieg bei den Diesel und alternativ betriebenen
Fahrzeugen. Mit seinem OMV-Gas Mitsubishi gelang ihm
ein nicht erwarteter Sieg: „ Ich habe mit Platz
Drei kalkuliert, dass ich jetzt gewonnen habe kam
auch für mich überraschend. Das Auto hatte
die ganze Rallye über eine gute Balance, wir
haben im Vorfeld sehr viel am Motor gearbeitet. Jetzt
werden wir noch das Fahrwerk verbessern, damit kann
ich optimistisch in die Zukunft schauen.“
Der Sieg in der
Castrol Historic Staatsmeisterschaft ging an Josef
Pointinger (Ford). Viel Pech hatte dort Christian
Rosner, der in Führung liegend seinen Porsche
mit einem Motorproblem abstellen musste.
Im Suzuki Motorsport
Cup gewann der Zweitschnellste Mario Klammer. Der
Deutsche Jeffrey Wiesner fuhr die beste Gesamtzeit,
wird aber in der Cupwertung nicht berücksichtigt.
So blieb der Sieg durch Klammer in der Steiermark.
Dahinter landete Hermann Berger jun., der lange Zeit
in Führung lag.
Spannend verlief
der Kampf in der Ford Fiesta Sporting Trophy. Nach
16 Sonderprüfungen gab es durch Daniel Wollinger
und Rene Winter einen steirischen Doppelerfolg.
Sieger in der
Austrian Rallye Challenge sollte der überlegene
Spitzenreiter vor den letzten beiden Prüfungen,
Wolfgang Schmollngruber (Mazda) werden.
Die wichtigsten Ausfälle: Franz Wittmann jun.
(Überschlag SP 12), David Doppelreiter (Kupplungsdruckplatte
SP 5), Walter Kovar (Motor SP 9), Franz Sonnleitner
(Überschlag SP 3), Marcus Leeb (Turbo SP4), Michael
Böhm (Kupplung SP 4), Martin Fischerlehner (Überschlag
SP 12)
Endstand der Castrol Judenburg-Pölstal
Rallye 2006 nach 16 Sonderprüfungen
Pos Fahrer/ Beifahrer
Nat Fahrzeug Gruppen Zeit
1. Raimund Baumschlager/Bernhard Ettel A Mitsubishi
1;57;54,3
2. Achim Mörtl/Sigi Schwarz A Subaru 1. Grp N
02:31,5
3. Mario Saibel/Peter Müller A Mitsubishi 2.
Grp N 05:36,1
4. Toto Wolff/ Gerald Pöschl A Mitsubishi 06:24,9
5. Ernst Haneder/Daniela Weissengruber A Mitsubishi
3. Grp N 08:26,3
6. Gerwald Grössing/Fred Winklhofer A Mitsubishi
4. Grp N 08:34,5
7. Johannes Keferböck/Pia Schirmhofer A Mitsubishi
5. Grp N 09:26,2
8. Beppo Harrach/Andreas Schindlbacher A Mitsubishi
1. Diesel 09:58,9
9. Alberto Turolo/Paola Valmassoi I Mitsubishi 6.
Grp N 10:19,9
10. Michael Kogler/Roland Rieben A VW Golf 2. Diesel
14:16,9
11. Jiri Tosovsky/Michal Slama CZ Mitsubishi 14:32,5
12. Hannes Danzinger/Klaus Kral A VW Golf 3. Diesel
14:42,2
Bestzeitenverteilung:
Baumschlager 12, Mörtl 3, Wolff 1
Stand in der österreichischen Rallye
Meisterschaft nach 6 von 10 Läufen:
Gruppe A: 1. Baumschlager 40 Punkte, 2. Toto Wolff
28, 3. David Doppelreiter 26, 4. Kirsztian Hideg und
Andreas Waldherr 12, Stepan Vojtech und Waldemar Benedict
10 Zähler
Gruppe
N: 1. Achim Mörtl 60 Punkte, 2. Franz
Sonnleitner 34, 3. Mario Saibel 33, 4. Hermann Gassner
30, 5. Ernst Haneder 23, 6. Willi Stengg 19, 7. Johannes
Keferböck 18 Zähler
Alternative
Klasse (Diesel): 1. Michael Kogler 56 Punkte,
2. Martin Fischerlehner 37, 3. Hannes Danzinger 36,
4. Beppo Harrach 22, 5. Günther Jörl 20,
6. Seppi Stigler und Michael Böhm je 17 Zähler
Der nächste
Lauf der österreichischen Rallye Meisterschaft
findet vom 7.-8. Juli in Marburg in Slowenien statt.
Judenburg 17.
Juli 2006
|