| Wenn
es um die Frage nach dem Gesamtsieg geht, so sind am Beginn
zwei Piloten zu erwähnen, die auf Grund der Konzeption
ihrer Mitsubishis in der Klasse A8 starten, aber auf Grund
des Meisterschafts-Reglement der OSK, keine ÖM Punkte
erhalten können.
Da ist einmal Franz Wittmann
junior, der zuletzt die Gesamtwertung bei der Bosch Super
Plus Rallye in Pinggau gewonnen hat: „Natürlich
werde ich versuchen dieses Ergebnis zu wiederholen. Aber es
sind viele starke Teams vertreten, die dieses Ziel zu erreichen,
nicht gerade leicht für mich machen. Es ist eine Fahrerstrecke
und da habe ich natürlich immer noch einen kleinen Aufholbedarf
zur Konkurrenz. Eines ist sicher, ich freue mich auf diese
Rallye und bin froh wieder dabei sein zu können.“
Der zweite Pilot ist
der Wiener Mario Saibel, der im letzten Jahr in Judenburg
mit Platz Drei für ein tolles Ergebnis sorgte: „Natürlich
ist dadurch ein neuerlicher Podestplatz mein erklärtes
Ziel. Die Streckenführung liegt mir sehr, die Prüfungen
sind spektakulär und schnell und erfordern viel Mut.“
Nun aber zum Favoritenkreis
der Division I Piloten (Klasse N4 und A5-A7), die natürlich
teilweise auch für den Gesamtsieg in Frage kommen, deren
vordergründiges Ziel, aber das Erreichen von Meisterschaftspunkten
ist. Da ist einmal Raimund Baumschlager. Der Oberösterreicher
ist Titelverteidiger und kommt als klarer ÖM-Leader nach
Judenburg: „Für mich ist es das Wichtigste, volle
Punkte für die Meisterschaft einzufahren. Der Gesamtsieg
ist nur zweitrangig. Am ersten Tag, wo es aufs Gaberl geht,
werden die stärkeren A8 Autos im Vorteil sein. Der zweite
Tag spricht mit einigen schweren Prüfungen für mich,
da werde ich sicher versuchen, etwas Boden gut zu machen.“
Volle Attacke verspricht
auch Achim Mörtl. Der Kärntner fehlte zuletzt in
Pinggau krankeitsbedingt: „Meine Ausgangssituation ist
natürlich nicht sehr gut. Wenn ich noch eine kleine Chance
auf die Meisterschaft haben möchte, muss ich diesmal
unbedingt gewinnen. Mir fehlen aber derzeit zwei Monate Rallye-Fahrpraxis,
das macht das Ganze natürlich nicht sehr leicht für
mich.“
Lokalmatador ist Willi
Stengg. Er hatte zuletzt bei einem Shakedown Abflug in Pinggau
viel Pech und konnte dadurch seinen neuen Wagen noch nicht
entscheidend testen: „Ich hoffe derzeit das der Mitsubishi
rechtzeitig fertig wird. Damit muss ich meine Zielsetzung
etwas vermindern, aber ein Platz unter den ersten Vier, sollte
trotzdem möglich sein. Da ich im letzten Jahr bei dieser
Rallye nicht am Start war, kenne ich die Streckenführung
überhaupt nicht, das ist sicher ein gewisser Nachteil.“
Immer für eine Überraschung
gut sind die beiden VW Golf KitCars von Andreas Waldherr und
Kris Rosenberger. Sie haben zuletzt bei der Bosch Rallye gezeigt,
dass sie von ihrem fahrerischen Können und vom Fahrzeug
her, durchaus in der Lage sind, einen Podestplatz herauszufahren.
Rosenberger hofft natürlich auf trockene Bedingungen:
„Dann ist es möglich einen Top Fünf Platz
einzufahren, dazu möchte ich natürlich bester „Zweiradler“
werden.“
Gute Platzierungen sind
auch von Walter Kovar, Gerwald Grössing, Johannes Keferböck,
Mitropacup Gesamtsieger Jiri Tosovsky und Hannes Danzinger
zu erwarten. Ein tolles Duell für die Zuschauer sollte
der Kampf um den Klassensieg A6 werden. Der Wiener Waldemar
Benedict, zuletzt mit seinem Peugeot in Pinggau in Hochform,
trifft dabei auf seinen slowenischen Markenkollegen Rok Turk
und den Italiener Carlo Fornaserio (Fiat).
Bemerkenswert ist
auch wieder in der Steiermark der Start von zwei russischen
Teams. Oleg Sinitsyn und Dmitry Biryukov werden mit ihren
Gassner Mitsubishis versuchen, weitere internationale Erfahrungen
in Österreich zu sammeln.
Der ÖM Stand in der Division
I nach drei Läufen:

Castrol
Judenburg-Pölstal Rallye, Pressedienst
Armin Holenia
|